Schutz für Whistleblower

Veröffentlicht: 11. Juni 2013 in Allgemein
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Der aktuellen Fälle von Edward Snowden und Bradley Manning und natürlich auch der Fall von Wikileaks-Gründer Julian Assange zeigen deutlich den dringend benötigen Schutz für Whistleblower auf. Die Piraten in Österreich fordern im aktuellen Fall, dem Whistleblower Snowden in Österreich Asyl zu geben um ihn zu schützen. 

Ich werde auch öfter gefragt wie und wo man bei uns in Österreich Informationen „deponieren“ kann die genauer recherchiert werden sollten; worauf aufmerksam gemacht werden soll.
Wichtig ist glaube für solche Fälle das Anonymität gewährleistet werden kann – dies ist in vielen Fällen schwierig.
Ich werde auch oft gefragt wie man uns Informationen zukommen lassen kann – anonym!

Auf diese Frage möchte ich auch kurz antworten:

Der sicherste Weg uns absolut vertraulich Informationen zukommen zu lassen ist der Postweg. Es gibt zwar technisch Möglichkeiten Emails zu verschlüsseln,  über „sichere“ VPN Kanäle zu verschicken oder über TOR Systeme die Adresse zu „maskieren“ – aber 100% sicher ist auch das nie – VDS sei Dank.

Also wie würde ich Informationen sicher und anonym jemanden zuschicken?

Normale Version: Daten auf einen USB-Stick oder eine CD kopieren oder ausdrucken. Das ganze in ein Kuvert stecken und ab damit. Eine kurze Beschreibung der Inhalte wäre von Vorteil.

Paranoide Version: Ich würde mir einen USB-Stick besorgen (Bar zahlen und in einem Geschäft ohne Kameras in der Umgebung kaufen), oder die Unterlagen ausdrucken (nicht auf meinen persönlichen Drucker). Den Stick oder die Unterlagen würde ich dann in ein Kuvert stecken (nicht mit eigener Handschrift beschriftet – Handschuhe nicht vergessen beim angreifen von Stick und Kuvert) – die benötigte Briefmarke sollte nicht unbedingt eine Sondermarke sein, die selten ist sondern eine die es in jeder Trafik gibt – nicht abschlecken! mit Wasser bitte – besser wäre selbstklebend – und an einem Tag wo ich mein Handy daheim gelassen habe in einen Postkasten werfen zu dem ich normalerweise nicht hinkomme.

Das ganze würde ich dann an die Piratenpartei schicken – Radetzkystrasse 3/1   A-8010 Graz
So könnten wir nichtmal wenn wir wollten rausfinden von wem die Info kommt – und sonst auch keiner 😉

Verbesserungsvorschläge werden gerne angenommen …

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Kommentare
  1. io sagt:

    How to submit material to Cryptome anonymously (very good, NOT foolproofed, written by John Young @cryptomeorg): http://t.co/fhN1dh9I

  2. W.S. sagt:

    Nicht vergessen: Auch die Daten selbst sollten keinen Rüsckschluss auf den/die InformantIn geben können. (Zugangsberechtigung, ID, etc, Kreis informierter Personen).
    Und beachten: Die Herkunft des Wassers für die Briefmarke kann man mit etwas Glück (Schadstoffe!) durchaus lokal zuordnen.

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